Die wichtigsten Begriffe rund um Ressourceneffizienz

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Lebenszyklusbetrachtung

Der Lebenszyklus eines Gebäudes umfasst drei Phasen: 
Herstellung, Nutzung und Rückbau. 

Bei einer Bilanzierung des Energie- und Materialeinsatzes werden nach derzeitigem Stand nicht alle Phasen einbezogen. Dass dies aber immens wichtig ist, zeigen unsere Studien. 

Lebenszyklus eines Gebäudes
 Lebenszyklus-Betrachtung

Herstellung

In aktuellen Bewertungen zur Effizienz von Gebäuden wird deren Lebenszyklus meist nicht im Gesamten beurteilt. In der Regel beschränken sich die monetäre sowie die energetische Beurteilung jeweils auf eine Phase: Im Hinblick auf die Kosten wird die Phase der Herstellung betrachtet, für die energetische Bilanzierung ist in der Regel nur die Nutzungsphase im Fokus.

Im Sinne einer effizienten Nutzung von Ressourcen ist diese begrenzte Sichtweise jedoch nicht weiter sinnvoll. Bei der Bilanzierung des Energieverbrauchs sollten zum Beispiel auch der Energieaufwand für die Rohstoffe, die Errichtung und das Recycling bzw. die Entsorgung einkalkuliert werden.

In den Anfängen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und der vorangegangenen Wärmeschutzverordnung überstieg der Energieverbrauch für Heizwärme während der Nutzungsphase den Energiebedarf zur Herstellung bei Weitem. Die EnEV 2012 hingegen bewegt sich mit der Einführung des Begriffs Niedrigstenergiegebäude auf einen deutlich verminderten Energieverbrauch während der Nutzung zu.

Dies bedeutet, dass der Energieverbrauch für Herstellung und Rückbau nicht mehr als unbedeutend und gering anzusehen ist. Zudem sollte die Einführung des Begriffs Niedrigstenergiegebäude in der EnEV 2012 mit der Betrachtung des Energieverbrauchs im Lebenszyklus verbunden werden.

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Nutzung

Auch bei der monetären Betrachtung muss mehr als nur die Phase der Herstellung Beachtung finden: In Anbetracht gestiegener und steigender Energiekosten ist die Gebäudeherstellung inzwischen nicht mehr der Hauptkostenfaktor. Die Kosten während der Nutzungsphase – etwa für Heizwärme – machen heute einen entscheidenden Anteil aus, sodass auch in diesem Bereich eine Einbeziehung des gesamten Lebenszyklus wichtig ist.

Aufgrund der hohen Energiepreise dient dies auch der Energieeffizienz. Während etwa die erhöhten Kosten für Anlagen, die erneuerbare Energien integrieren, oder für eine energetisch optimierte Gebäudehülle bei der aktuellen Fixierung auf die Herstellungskosten nicht wirtschaftlich sind, werden sie dies durch die Einbeziehung der Nutzungskosten.

Einen Ansatzpunkt für die übergreifende Bilanzierung der Kosten stellt die VDI-Richtlinie 2067 dar. In dieser werden neben den Herstellungs- auch die Energiekosten sowie die Ausgaben für Instandhaltung und Erneuerung von Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung, wie zum Beispiel Heizungen, berücksichtigt.

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Rückbau

Der Rückbau ist die letzte Phase im Lebenszyklus eines Gebäudes. Er findet leider wenig Berücksichtigung bei der Ressourcenbilanzierung. 

Betrachtet man jedoch den enormen Ressourcenverbrauch des Bauwesens und die gleichzeitige Verknappung von Rohstoffen, so muss in Zukunft auch der Rückbauaufwand und die Wiederverwertbarkeit der Materialien im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung beachtet werden. Dies beinhaltet sowohl das Aufstellen eines Rückbau- und Verwertungskonzepts bereits in der Planungsphase als auch die Entwicklung und Optimierung von Rückbautechniken und Recycelbarkeit.

Zusammen mit anderen Parametern wie der Rohstoffart und der CO₂-Bilanz zielt dies auf einen effizienten Einsatz von Material ab.

Fazit: Weitet man die Energieeffizienz auf den gesamten Lebenszyklus aus und berücksichtigt gleichzeitig die Materialeffizienz, so wird auch im materialintensiven Bauwesen Ressourceneffizienz möglich.

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Ihr Ansprechpartner

FB Bau

Tel: +49 (0)30 2759506-0

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