Ressourceneffizienz des Tragwerks
Für die Ressourceneffizienz eines Neubaus spielt die Tragkonstruktion aufgrund ihres mengen- und gewichtsmäßigen Anteils eine zentrale Rolle. Während sie bei der Sanierung in den allermeisten Fällen unangetastet bleibt oder nur minimale Veränderungen erfährt, ist sie beim Neubau – von den Fundamenten bis zum Dachstuhl – komplett durchzuplanen und zu errichten.
RE am Beispiel einer Stütze
Um die Auswirkungen der Materialwahl auf den Ressourcenverbrauch zu illustrieren, sei hier das Beispiel einer 3 m hohen Stütze gewählt, die in Holz, Stahlbeton und Stahl ausgebildet wird.
In Kürze folgen weitere beispielhafte Bauteile, um so die Gesamtschau eines Gebäudes wiederzugeben.
Die Stütze wird neben ihrem Eigengewicht mit einer Last von ca. 10 t belastet. Folgende RE-Kriterien werden betrachtet:
Die verwendeten Daten für den Energiebedarf, die CO₂-Emmission sowie das "End-of-Life-Szenario" wurden der Baustoffdatenbank Ökobau.dat 2011 entnommen.
Eine detaillierte Darstellung der Herangehensweise finden Sie hier.
RE im Vergleich
Die Ergebnisse für die vier RE-Kriterien lassen sich für die drei Materialien wie folgt zusammenfassen:
Entsprechend einer "Ampelkennzeichnung" markiert "grün" einen geringen Ressourcenverbrauch, "gelb" einen mittleren und "rot" einen hohen Verbrauch.
Detaillierte Informationen zu den einzelnen RE-Kriterien finden Sie hier:
Zukünftige Effizienzpotenziale
Für die Zukunft bietet der Einsatz von höherfesten Güten bei Stahlbeton und Stahl große Effizienzpotenziale. Gegenüber dem hier verwendeten Beispiel ließen sich dadurch der Materialeinsatz und damit auch der Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren. In diesem Kontext wird das Thema Leichtbau zunehmend an Bedeutung gewinnen. Auch aktuell laufende Forschungsvorhaben beispielsweise zu ultrahochfestem Beton bieten große Effizienzpotenziale.



