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Gute Praxisbeispiele

Umwelt / Verfahrenstechnik

Innovationsradar Ressourceneffizienz

Kunststoffentformung: Einsparung von Trennmitteln

Bei Kunststoffentformungsprozessen werden zumeist Trennmittel, bestehend aus trennaktiven Wirkstoffen sowie einem Trägermedium – beispielsweise organischen Lösungsmitteln oder Wasser benötigt. 

Ein neues Verfahren ermöglicht die Entformung auch ohne oder mit deutlich vermindertem Lösungsmittelanteil durch trockene Beschichtungen mit permanenter Trennwirkung. Grundlage dafür ist die Plasmapolymerisation, ein innovativer Fertigungsprozess unter Anwendung der Niederdruck-Plasmatechnik. 

Diese plasmapolymeren Beschichtungen haben bereits Erfolg versprechende Trennwirkungen gezeigt: Bei bestimmten Polyurethan-Systemen funktionierte die Trennung mehrere tausend Mal ohne Trennmittelzugabe.

Artikel DBU

 

Quellangabe:

DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Ressourceneffizientes Konzept bei der Wärmebehandlung von Buntmetallen

Eine innovative Anlage zur Wärmebehandlung von Messing- und Kupferbändern im gasbeheizten Vertikal-Blankglühofen ermöglicht einen ressourceneffizienten Betrieb.

Durch die Integration eines Düsensystems in eine gasdichte Glühmuffel unter Schutzgasatmosphäre mit einem Wasserstoffanteil von bis zu 70 Prozent werden Messing- und Kupferbänder sehr rasch und bei kurzer Ofenlänge erwärmt. Aufgrund des hohen Reduktionspotenzials des Wasserstoffs im Zusammenhang mit der Hochkonvektion im Glühraum kann die Entfettung der Messingbänder vor der Wärmebehandlung und die sonst übliche Nachbehandlung durch das Beizen mit Schwefelsäure entfallen.

Die Abwärme wird zur Vorwärmung der Brennluft und zur Trocknung des Bandmaterials eingesetzt. Auf Grundlage einer jährlichen Produktionsmenge von 15.000 t können so 1.083.500 kWh (36 Prozent) Energie und 522 t CO₂-Emissionen gegenüber der Altanlage eingespart werden (821.000 kWh Strom und 262.500 kWh Erdgas). Durch den Wegfall des Beizens und Entfettens kann darüber hinaus der Verbrauch von Schwefel- (6,7 t) und Salzsäure (9,2 t) sowie Natronlauge (11,5 t) reduziert werden. Zudem werden die Entsorgungsmengen der Abwassernachbehandlung mit 2.500 m³ Abwasser und 7,2 t Filterschlamm deutlich verringert.

Fördervorschau BMU

 

Quellangabe:

BMU, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Neu entwickelte Brennstoffzelle liefert Energie und Feinchemikalien abfallfrei aus erneuerbaren Rohstoffen

Eine schweizerisch-italienische Forschungskooperation stellt einen neuen Brennstoffzellentyp vor: eine metallorganische Brennstoffzelle, die Alkohole und Zucker effizient in Carbonsäuren umwandelt.

Das bedeutet die Herstellung von umweltfreundlicher und ressourcenschonender Chemie durch erneuerbare Rohstoffe. Beim selben Prozess werden gleichzeitig Energie und industriell relevante Chemikalien gewonnen – ohne Freisetzung von Kohlendioxid.

Artikel

Quellangaben:
laborpraxis.de